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Ein bekanntes deutsches Sprichwort sagt: "Die
Feste muss man feiern wie sie fallen".
Und damit das Feiern nicht zu knapp ausfällt, werden jedes Jahr etwa
10.000 Gelegenheiten für ein Volksfest wahrgenommen: Ob Jahrmarkt,
Kirchweih, Schützenfest, religiöses
Fest, Festumzug, Gaudiwurm, Sport- Stadt- oder Vereinsjubiläum -
in Deutschland beteiligen sich daran mehr als 200 Millionen Besucher .
Jeden Monat ein herausragendes Fest.
Von diesem Gedanken haben wir uns bei der nachfolgenden Zusammenstellung
leiten lassen. Dabei stellen wir für jeden Monat ein beliebtes Fest
und einen beliebten Anlass vor, der entweder ganz oben auf der Hitliste
großer Volksfest steht oder durch seine Volkstümlichkeit viel
von der lokalen Kultur und dem Lebensgefühl der Menschen zeigt. Hierbei
haben wir die Region Franken als Schwerpunkt gewählt.
Am Ende dieser Seite finden Sie noch eine Linkliste
mit weiterführenden Informationen zum Thema Volksfest.
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| Januar |
Heilige Drei Könige
Zugegeben, der Januar ist einer der schwächsten Festmonate
im Jahr, obschon die Faschingsfeste und -bälle in den Karnevalshochburgen
wie Köln, Düsseldorf, Mainz und München entweder
seit dem 11.11. um 11 Uhr 11 bereits voll im Gange sind, oder am
Tag nach den Heiligen Drei Königen (07.01) richtig beginnen.
Doch viele müssen sich auch noch von den ausgelassenen Silvesterfeiern
erholen und feiern das besinnliche Fest der Hl. Drei Könige
(6.01).
Details:
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| Februar |
Karneval*/ Fasching
/ Fastnacht / Fesnet
Nun stehen die "tollen Tag" des Karnevals im Zentrum
des Interesses. Ab Gründonnerstag mit seiner Weiberfastnacht
bis zum Faschingsdienstag ist in vielen Städten und Süd-
und Westdeutschlands, Ramba-Zamba ohne Ende angesagt. Dabei bleibt
kaum ein Auge oder eine Kehle trocken.
Geschichte:
So unterschiedlich wie die Namensgebung als Fasching, Karneval
oder Fastnacht, und seine heutige Ausprägung mit den vielen
Eigenheiten, Bräuchen und Traditionen, so vielfältig auch
die geschichtlichen Hintergründe. Hier einige Quellen:
Die Höhepunkte des Faschings sind...
- die Faschingsumzüge, die traditionell entweder am Fastnachtssonntag,
Rosenmontag oder Faschingsdienstag stattfinden
Beispiel: der Rosenmontagszug in Mainz fand 1838 zum ersten Mal
statt und lockt heute über 600.000 Besucher an. Angeführt
wird dieser Zug von den berühmten "Schwellköpp".
- die Prunksitzungen der Karnevalsvereine, die auch im Fernsehen
übertragen werden:
Beispiel: "Mainz wie es singt und lacht"
Wer die "tollen Tage" miterleben will, der sollte sich
für seine Reiseplanung mit den jeweils aktuellen Detailinformationen
versorgen. Hier einige "Sprungbretter" in den Karneval:
* Übrigens: Das Wort "Karneval"
kommt aus dem Italienischen, "carne
vale!" (= Fleisch lebe wohl!). Es ist ein Abschiedsruf
vor der Fastenzeit. In Deutschland wird der Karneval auch oft "Fasching"
oder "Fastnacht" genannt.
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| März |
Starkbierzeit
Zwei Wochen nach Aschermittwoch beginnt in Bayern die Starkbierzeit,
die besonders in München
eine große Tradition hat.
Geschichte:
Um die magere Fastenzeit (siehe: carne vale!)
zu überstehen, wird seit Jahrhunderten ein besonders starkes
(alkoholreiches) Bier gebraut, das so genannte Starkbier. Es muss
mindestens 16% Stammwürze haben, was etwa 6,5% Alkohol entspricht.
Die Starkbierzeit wird in Bayern auch die "fünfte Jahreszeit"
genannt.
Wenn der Münchner im März sagt, er gehe 'auf den Berg',
dann meint er damit nicht die Alpen, sondern er geht zum Nockerberg
und genießt dort ein kühles, dunkles Bier, den Salvator.
Dazu isst er O'batzter (= zerdrückter Camembert mit Zwiebel,
Paprika und Butter), Steckerlfisch, Leberkäs oder Brathendl
(=Hähnchen).
Aus der Tradition heraus gab es Bräuche, die mit der Starkbierzeit
verbunden sind. So zum Beispiel das auch heute noch populäre
"Derblecken" oder auch "Tratzen" genannt, bei
dem sich Kabarettisten über die "Großkopferten",
das heißt die Politiker (früher die Obrigkeit) und Prominente
lustig machen.
Oft sitzen diese sogar im Publikum und scheinbar humorvoll lassen
sie Spott und Kritik über sich ergehen, da sie wissen, dass
dabei sein die Popularität im Lande eher verstärkt als
beschädigt.
Früher wurden ihnen zum Auftakt "Gstanzln" gesungen;
das sind Vierzeiler, die sich ausgesprochen kritisch mit den politischen
Verhältnissen auseinandersetzten und auch ziemlich derb ausfallen
konnten.
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| April |
Ostern
Das Ende des Winters in Mitteleuropa ist mit dem Osterfest gekrönt.
Genau 46 Tage nach Aschermittwoch, dem Ende des Karnevals,
ist Ostersonntag. Das Fest der Ostereier, Osterlämmer, Osterfeuer,
Osterbrunnen,.... Noch mehr Begriffe, die mit Ostern in Zusammenhang
gebracht werden, sind hier
zu finden.
Neben Hase und Lamm spielt vor allem das Ei zu Ostern eine wichtige
Rolle. Ob als richtiges Ei oder Schokoladen-Ei, ob als Dekoration
an Zweigen oder als bunt bemaltes Frühstücksei - Ostern
ohne "Osterei" ist in Deutschland nicht denkbar. Dabei
kommt bereits seit vorchristlicher Zeit dem Ei bei fast allen Völkern
als Sinnbild der erwachenden Natur und der Fruchtbarkeit besondere
Bedeutung zu.
Darüber sollte jedoch nicht der Ursprung des Osterfestes in
Vergessenheit geraten: Am Ostersonntag feiern die Christen die Auferstehung
Jesu von den Toten, wobei der Tod nicht als Ende, sondern als Beginn
eines neuen Lebens gesehen wird.
Hier noch einige Links mit dem besonderen Hinweis auf die Tradition
des geschmückten Osterbrunnens in der fränkischen Schweiz:
... und zu Ostern in Deutschland im Allgemeinen:
Ende April gibt es noch ein anderes Ereignis,
das in vielen Gegenden Deutschlands wieder vermehrt
zum Anlass für ein Fest genommen
wird:
Die Walpurgisnacht
Geschichte:
Ursprünglich war die Nacht auf den 1. Mai eine heidnische Frühjahrsfeier.
Später wurde sie vom Christentum zu einer vom Teufel angeführten
Hexen- und Druidennacht umgedeutet.
Durch allerlei Maßnahmen, wie reichlich Lärm, Getöse
von Pfeifen, Trommeln und Schießen sollten die bösen
Geistern der Finsternis vertrieben werden.
Die katholische Kirche weihte diesen Tag der heiligen Walpurga,
die 778 als Äbtissin des Klosters Heidenheim verstarb. Sie
war die Patronin der Mägde und Bäuerinnen. Außerdem
galt sie als Beschützerin der Zauberkünste, die die unheilvollen
Aktionen der Hexen und Unholde bekämpfen sollten.
Vielerorts ist auch die Walpurgisnacht am 30. April etwas ganz
besonderes. Der Legende nach tanzen in dieser Nacht die Hexen um
ein offenes Feuer. Sie werden dazu mit einem grossem Feuerwerkspektakel,
Tanz und Hexenfeuer begrüßt.
In der Gegend von Bamberg ist das Walberla bei Forchheim, ein kleiner
Tafelberg am Eingang zur Fränkischen Schweiz, ein solch sagenumwogener
Ort, wo die Hexen in dieser Nacht ihr Unwesen trieben.
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| Mai |
Erlanger Bergkirchweih
www.bergkirchweih.de
und www.der-berg-ruft.de
Ein über Franken weit hinaus bekanntes Bierfest findet alljährlich
eine Woche vor Pfingsten in Erlangen statt.
Geschichte:
Bereits 1675 hatten die ersten Brauer der damals zwölf
kommerziellen Brauereien die Idee, Stollen in den Sandstein des
Burgbergs in Erlangen zu treiben. Ihr Bier sollte sich darin auch
im Sommer schön kühl halten. Schon im Jahre 1770 wurden
13 Keller ständig genutzt, wobei einige über 100 Meter
lang sind. Der längste Keller, den die Erlanger Reifbrauerei
1884 bauen ließ, war 861 Meter lang und ging damit praktisch
durch den Burgberg hindurch. Mit der Zeit grub man auch Querstollen
zwischen den Kellern, die dann an kleinere Brauereien oder Privatleute
unterverpachtet wurden.
Heute gibt es neben der großen Kitzmann-Brauerei
nur noch eine neue "alte" Privatbrauerei: Die Steinbach-Bräu
in der Altstadt. Sie wurde 1995 gegründet und braut Bier nur
für den Ausschank und für den eigenen Auftritt auf dem
"Berg", wie die Bergkirchweih auch genannt wird.
Das Besondere an der Bergkirchweih ist die reizvolle Hanglage des
Volksfestes. Hang aufwärts unter großen Bäumen ziehen
sich Reihen mit Bierbänken und Biertischen hin und auch die
Bühnen für die Musikkapellen sind dort aufgebaut.
Heute ist das Fest besonders bei jungen Leuten beliebt, die sich
im Laufe jedes Abends auf die Biertische und -bänke stellen,
um mitzusingen und zu tanzen, wenn die Musikbands in den einzelnen
Kellern mit einem Hit nach dem anderen um die Wette spielen.
Wer in "Berg-Atmosphäre" weiter feiern will, dem
bietet das Anna-Fest in Forchheim schon
bald Gelegenheit dazu.
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| Juni |
Kieler Woche
www.kieler-woche.de
Rund 3,5 Millionen Menschen lockt dieses größte Segelsportereignis
der Welt alljährlich nach Kiel, wo in dieser Zeit etwa 5000
Segler mit 2000 Booten festmachen. Dabei ist die Kieler Woche nicht
nur ein sportliches und kulturelles Ereignis, sondern auch ein großes
Volksfest.
Mit dem Kommando "Leinen los" wird das 9-tägige
Fest unter großer Anteilnahme der Bevölkerung eröffnet
und beginnt mit der traditionellen "Aalregatta" von Kiel
nach Eckernförde. Bei dieser eher gemütlichen Wettfahrt
beteiligen sich rund 200 Segler. Ein weiterer Höhepunkt ist
die Weltmeisterschaft der Hochseeyachten "Mumm 36".
Wer sich sehr für den Segelsport interessiert, sollte auch
die Hanse Sail
in Rostock nicht verpassen, zu der am zweiten Augustwochenende
hunderttausende Besucher strömen. Das Ein- und Auslaufen von
über 100 Traditionssegler auf der Warnow ist ein beeindruckendes
Schauspiel. Wer dabei vom Segelfieber gepackt wird, nutzt die Möglichkeit
bei einem der begehrten Mitsegelturns teilzunehmen.
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| Juli |
Annafest in Forchheim
www.annafest-forchheim.de
Von Anlass und Atmosphäre her ähnlich wie die Bergkirchweih
in Erlangen findet jährlich in der letzten Juliwoche dieses
traditionelle Volksfest im Kellerwald von
Forchheim statt.
Geschichte:
Die Wurzeln des Festes sind nicht ganz klar, doch sicher waren
drei Anlässe wichtig:
- Am 26. Juli, dem Namenstag der "heiligen Anna", Schutzheilige
von Forchheim, wallfahrten fromme Forchheimer ins Annakirchlein
nach Unterweilersbach, wo der Heiligen im Jahre 1516 eine Kapelle
geweiht worden war. Auf der Rückkehr der kräftezehrenden
Wanderung machte man gerne Rast im Kellerwald und gönnte
sich ein kühles Bier.
- Ab dem Jahre 1840 fand das Hauptschießen der Schützengesellschaft
Forchheim am 26. Juli im Bereich des Kellerwaldes statt.
- Ab der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-48)
wurden mehr und mehr Keller in den Felsen gegraben, um die konstante
Temperatur von sechs bis zehn Grad Celsius zur Lagerung von Bier,
Wein und Lebensmitteln auszunutzen. Im Jahre 1722 wurden bereits
42 Kellerinhaber, meist Wirte, Büttner und Brauer, erwähnt.
1801 zählte man 31 Keller und auch heute noch werden 28 historische
Felsenkeller in Forchheim genutzt.
Der 340 m über dem Meeresspiegel befindliche und in östlicher
Richtung Forchheims gelegene Kellerberg ist Teil der ausgedehnten
Waldfläche "Bürgerwald" mit bis zu 200 Jahre
alten Bäumen. Er wird von einem weit verzweigten, tief in
den Rhätsandstein führenden Kellersystem durchzogen.
Vom Annafest werden heute während des 10-tägigen Festbetriebs
bis zu 500.000 Besucher in den Kellerwald gelockt. Dabei bieten die
über 30.000 Sitzplätze, welche sich über den Lagerkellern
befinden, genügend Raum, dass man etwas weniger gedrängt
sitzt als auf der Bergkirchweih in Erlangen.
Man sitzt bei Bier und deftigen Speisen mitten im Wald und von 13.00
bis 23.00 Uhr bieten die Tanzkapellen ein buntes Musikprogramm. Dazu
gibt es eine Menge Schaubuden und Fahrgeschäfte, vom Riesenrad
bis zum Kinderkarussell.
Wie auch bei anderen Veranstaltungen dieser Art, reist man am besten
mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Der Spaziergang vom Bahnhof
dauert etwa 10 Minuten.
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| August |
Bamberger
Sandkerwa
www.sandkerwa.de
Das größte Stadtfest in Bamberg und eine Attraktion
für Gäste von nah und fern ist die Sandkerwa, die alljährlich
Ende August stattfindet. Dabei herrscht an diesen Festtagen nicht
nur in den Straßen und Gassen "Im Sand" (ein Stadtteil
nahe dem Fluss Regnitz) Ausnahmezustand. Viele Innenhöfe
und Häuser werden in diesen Tagen geöffnet und so manches
romantische Schmuckstück wird dann zu einer Weinschenke oder
einem Bierlokal umgestaltet. Auf den Plätzen und in den Hotels
dominieren Musikkapellen, die für jeden Geschmack etwas bieten:
Von Blasmusik über Rock und Pop bis Salsa und Samba. Eine Seite
mit vielen Bildern von der Sandkerwa und
der Bamberger Atstadt finden Sie hier!
Geschichte:
Mit der Sandkerwa wird der Weihetag des Kirchleins St.Elisabeth
im Sand gefeiert. Der Weihetag war an "St.Bartholomäus",
dem 24. August des Jahres 1354. Deshalb bestimmt dieser Jahrestag
auch heute noch den zeitlichen Ablauf. Die Tradition der heutigen
Sandkerwa geht auf das Jahr 1951 zurück, als nach dem Kriegschaos
der Bürgerverein des 4. Distrikts beschloss, diese Kirchweih
(wieder) zu feiern.
Den Höhepunkt stellt am Kirchweihsonntag das so genannte"Fischerstechen"
dar. Ein Spektakel, bei dem zwei Burschen, die auf schmalen Fischerkänen
inmitten der Regnitz stehen, gegenseitig versuchen, sich mit einer
gepolsterten Lanze vom Boot zu stoßen. Die Stoßbewegung,
die mit der Lanze ausgeführt wird, nennt man "Stechen".
Dabei nehmen nicht nur Bamberger teil, sondern auch Fischer aus
anderen Gegenden, die diesen Brauch pflegen.
Das Finale der Sandkerwa bildet ein großes Feuerwerk am Montagabend,
das über dem Kloster St. Michael aufsteigt.
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| September |
Erntedankfeste
September ist in den deutschen Weinbaugebieten die Zeit der Traubenlese
und der Wein- und Winzerfeste. Egal ob an Rhein, Mosel, im Badischen,
der Pfalz oder am Main: Für Weinliebhaber und Genießer
lokaler Spezialitäten ist immer etwas geboten.
Hier eine kleine Auswahl an Festen aus der Heimat des Frankenweins:
Einen Überblick aller Weinfeste in Franken findet man bei
www.weinfest.com/franken
und auch bei www.weinfeste-online.de,
www.weinfeste-xxl.de
oder www.wein-plus.de/.
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| Oktober |
Das Münchner Oktoberfest: Die "Wiesn"
www.oktoberfest.de
Der September/ Oktober bietet zweifellos den Höhepunkt der
Volksfestsaison: Das Münchner Oktoberfest oder kurz "Wiesn".
Mehr als sechs Millionen Menschen strömen jedes Jahr zu diesem
größten Volksfest der Welt.
Geschichte:
Details zur Entstehungsgeschichte und Tradition finden Sie
auf der Seite:
www.deutsche-heimat.com/muenchen/oktoberfest.html
Lediglich der Name ist etwas irreführend, denn "die Wiesn"
findet jährlich auf der Münchner Teresienwiese in den
letzten beiden Septemberwochen und der ersten Oktoberwoche statt.
Eigentlich braucht man über dieses Spektakel an dieser Stelle
kaum mehr Worte zu verlieren: Jeder kennt es und es gibt bereits
jede Menge schöner und hilfreicher Informationsseiten im Internet:
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| November |
Hamburger Winterdom
www.hamburger-dom.de
Der Hamburger Dom, den es als Winterdom (7.11.03 - 7.12.03) und
Sommerdom (30.07.04 - 29.08.04) gibt, ist ein "klassisches"
Volksfest mit vielen Karussells, Schaubuden und Essständen.
Am Wochenende sind hier die Familien unterwegs und am Abend finden
sich viele Besucher des nahen Vergnügungsviertels St. Pauli
ein.
Zur Standardausrüstung eines Besuchers gehört ein Lebkuchenherz,
eine Tüte gebrannter Mandeln und Popkorn. Hat man zudem einen
schwindeligen Kopf vom Karussellfahren und ein wenig Bauchweh, weil
man alles zusammen gegessen und getrunken hat, sind das sicher Anzeichen,
so langsam seinen Heimweg anzutreten.
Eine "institutionalisierte Variante" dieser Art von Volksfest
existiert in Österreich: der Prater
in Wien.
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| Dezember |
Nürnberger Christkindlesmarkt
www.christkindlesmarkt.de
und www.christkindlesmarkt.netzland.net
Viele Fotos gibt es bei: www.nuernbergerchristkindlesmarkt.de
Zum Ausklang des Jahres wird es besinnlich in Deutschlands Innenstädten.
Neben Entspannung vom Einkaufsstress bieten die Weihnachtsmärkte,
die mit dem Beginn der Adventszeit öffnen, bei Glühwein
und Stollen so manche Anregung für ein Geschenk.
Einer der schönsten und bekanntesten Weihnachtsmärkte
ist der Christkindelsmarkt in Nürnberg, der am Freitag vor
dem ersten Advent eröffnet wird.
Geschichte:
Die Anfänge des Christkindlesmarktes lassen sich bis
Mitte des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen. Aus dem Jahr 1628
gibt es in Form einer mit Blumen bemalten Spanschachtel, die im
Germanische Nationalmuseum zu sehen ist, den ersten Nachweis des
Marktes.
Aus dem Jahr 1737 sind dann Hinweise auf Marktleute erhalten. 140
Nürnberger Handwerker waren damals berechtigt, Waren in einer
Budenstadt auf dem Marktplatz anzubieten. 1998 stehen auf dem Christkindlesmarkt
190 Verkaufsstände, die von 200 Marktbeschickern betrieben
werden.
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verlor der Markt zwischenzeitlich
an Bedeutung. Seit 1933 gibt es ein neues Zeremoniell, bei dem ein
Rauschgoldengel einen Prolog spricht, Kinderchöre singen und
Kirchenglocken läuten. Das gefiel den Besuchern so gut, dass
seine Wiederbelebung als der romantischste deutsche Weihnachtsmarkt
begann.
Dabei stimmen ein traditionelle Angebot aus Lebkuchen, Früchtebrot,
Bratwürsten, Glühwein und die glitzernden Verkaufsstände
die Besucher auf eine verzaubernde Art und Weise auf Weihnachten
ein.
Ganz in der Nähe des Marktplatzes ist auch ein internationaler
Weihnachtsmarkt Zuhause. Dort werden dem Besucher an einem kleinen
Stand die Weihnachtstraditionen zum Beispiel aus Frankreich, Tschechien,
Polen, Litauen, Russland, Ukraine und England näher gebracht.
Allgemeine Informationen über "Weihnachten in Deutschland"
finden Sie auf unserer Weihnachsseite.
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| Definitionen |
Volksfest
Darunter versteht man üblicherweise jedes Fest, auf dem
mindestens ein Bier- oder Weinzelt sowie ein paar Vergnügungsstände
und Fahrgeschäfte (z.B. ein Karussell) aufgebaut sind. |
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Kirchweih
In Mittel- und Norddeutschland auch "Kirmes" oder
"Kerb" genannt, in Franken "Kerwa", in der Schweiz
Kilbe oder Chilbi, in Österreich "Kirta".
Die Kirchweih geht als feierliche Handlung auf die Einweihung einer
Kirche zurück und wird jeweils zum Jahrestag gefeiert. Ursprünglich
war sie ein rein kirchliches Fest und hat erst seit dem 9. Jahrhundert
auch als weltliches Fest Bedeutung. Die Kirchweih zieht seit dieser
Zeit Jahrmärkte mit Schaustellungen fahrender Leute und Besucher
mit Freude an volkstümlichen Vergnügungen an.
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Links mit weiteren
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